Payas startet Aktionsplan gegen Feminizide

In Reaktion auf die steigenden Feminizide hat die Bezirksverwaltung Payas einen Aktionsplan vorgestellt. Unter dem Motto „Gemeinsam stoppen wir die Gewalt!“ finden im August in öffentlichen Parks Treffen zur Förderung von Solidarität und Bewusstsein statt

DEM-geführte Bezirksgemeinde in Amed

Die DEM-geführte Bezirksverwaltung Payas (tr. Kayapınar) in der kurdischen Provinz Amed (Diyarbakır) hat angesichts der steigenden Zahl von Frauenmorden einen Aktionsplan entwickelt, um das Bewusstsein in der Gesellschaft zu schärfen. Im Rahmen der Kampagne, die unter dem Motto „Unsere Worte sind noch nicht zu Ende, gemeinsam stoppen wir die Gewalt!“ steht, werden im August Frauen in verschiedenen Parks und Stadtteilen zusammenkommen, um ihre Stimmen gegen patriarchale Gewalt zu erheben.

Die Abteilung für Frauenpolitik der Bezirksverwaltung betonte in einer Ankündigung, dass es kein Zufall sei, dass in der Türkei und in Nordkurdistan täglich Frauen ermordet werden. Vielmehr handele es sich um Feminizid, ein systematisches Töten von Frauen, das dringend bekämpft werden müsse. „Als Abteilung für Frauenpolitik rufen wir erneut laut: Wir rebellieren gegen den Feminizid! Wir stärken unseren Kampf und organisieren Foren, um das Wort gegen Frauenmorde und jede Form von Gewalt zu erheben, die Solidarität zu stärken und den Widerstand gemeinsam auszubauen“, heißt es in der Mitteilung.

Die Abteilung ruft alle sensiblen Kreise und Frauen dazu auf, an den Foren teilzunehmen und die Veranstaltungstermine und -orte bekanntzugeben. Die Treffen finden im Zeitraum vom 12. bis 29. August in verschiedenen Parks und öffentlichen Plätzen von Amed statt und beginnen jeweils um 20:00 Uhr.

Veranstaltungsorte und Programmdetails

12. August, Dienstag: Park Orman

15. August, Freitag: Kuçe Park

19. August, Dienstag: Mimoza Park

21. August, Donnerstag: Halil Ibrahim Oruç Park

26. August, Dienstag: Meryem Xan Park

29. August, Freitag: Kondolenzhaus Pirinçlik (14:00 Uhr)

Diese Foren sollen den Austausch und die Solidarität unter Frauen fördern sowie die Bedeutung des Kampfes gegen Femizide in den Fokus rücken.