„Tag des nationalen Widerstands“
In den Bergen Kurdistans haben Freiheitskämpfer:innen den Jahrestag der Gründung der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) am 27. November 1978 gefeiert. Anlässlich dieses „Tags des nationalen Widerstands“ sind in den Medya-Verteidigungsgebieten (Başûr/Südkurdistan) verschiedene kutlurelle Veranstaltungen organisiert worden, mit Folklore, Gedichten und Liedern. Auch das traditionelle Spiel „Brê“ ist aufgeführt worden.
Vor 47 Jahren wurde in Fîs, einem Dorf bei Licê in der Provinz Amed (tr. Diyarbakır), die PKK gegründet – unter dem Vorsitz des heute inhaftierten Abdullah Öcalan. Was damals als politische Partei begann, ist heute für viele in der Bewegung ein Symbol für Widerstand, Identität und Selbstermächtigung.
Die Feierlichkeiten zum „Geburtstag“ der Freiheitsbewegung begannen mit einer Schweigeminute für Adbullah Öcalan, den seit 1999 in türkischer Isolationshaft befindlichen Parteibegründer, und alle Gefallenen der Revolution. Bêrîtan Fîrat, Kämpferin der Frauenguerilla YJA Star (Verbände freier Frauen), erklärte, dass sie die aktuelle Etappe dank Öcalan und den Gefallenen erreicht hätten, und gedachte insbesondere der Gefallenen in den Widerstandstunneln.
Im weiteren Verlauf ihrer Rede führte sie aus, dass nicht nur das kurdische Volk, sondern alle Völker der Region vom Erbe des Kampfes profitieren würden. Sie bekräftigte abschließend, dass die Frauen diesen Kampf mit dem Ziel eines freien Lebens führten.
Auf den Spuren von Zîlan und Asya
Eine weitere YJA Star-Kämpferin, Bêrîtan Botan, beschrieb das Leben in der Guerilla als eines voller Begeisterung und Moral. Mit dieser würden sie die Freiheit sichern und haben als klare Vorbilder für die Figur der freien Frau Gefallene wie Zîlan und Asya.
Auch die Guerillera Hêlîn Çiya brachte ihre Gefühle zum Ausdruck: „Heute ist für uns ein besonderer und heiliger Tag. Vor allem ist er eine Quelle des Stolzes für jede kurdische Frau, die sich dieser Revolution angeschlossen hat und kämpft. Dieser Tag ist auch für unser Volk ein sehr heiliger Tag. Deshalb feiern wir diesen Tag für unser gesamtes Volk.“
Das kurdische Volk konnte „auferstehen“
Diesen besonderen Tag, so befand Militan Qoser, Mitglied der Volksverteidigungskräfte (HPG), konnte die Freiheitsbewegung nur dank des Kampfes und der Opferbereitschaft von Abdullah Öcalan und den Gefallenen erreichen. Er erklärte, dass die Gründung der PKK in der gesamten Region Widerhall gefunden habe. Insbesondere das kurdische Volk, das seit Jahren mit Massakern und Verleugnung konfrontiert ist, sei durch die Gründung dieser Bewegung wiederauferstanden.
„Die PKK hat viele Werte geschaffen“
„Heute gedenken wir Rêber Apo und allen Gefallenen. Die PKK hat viele ehrenvolle Werte geschaffen. Deshalb ist heute ein wichtiger und heiliger Tag“, begann auch die Freiheitskämpferin Berfîn Colemerg. „Mit der Transformation der PKK feiern wir das Erbe, das sie hinterlassen hat, mit all unseren Freund:innen. Wir hoffen, dass unser Volk dies ebenfalls so sieht. Meine Genoss:innen und ich nehmen an dieser Feier teil. Es ist wirklich eine große Freude. Wir feiern diesen Tag für alle unsere Freund:innen und unser Volk.“