Bündnis macht Regierungstruppen verantwortlich
Bei mehreren Angriffen im Umland der Gemeinde Dair Hafir in Nordsyrien sind am Sonntag insgesamt acht Personen verletzt worden – darunter sowohl Kämpfer:innen der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) als auch ein Zivilist. Die QSD machen bewaffnete Einheiten der syrischen Übergangsregierung für die Angriffe verantwortlich.
Nach eigenen Angaben wurden am frühen Morgen drei QSD-Mitglieder durch eine Sprengstoffdrohne verletzt, die auf ein Militärfahrzeug in der Nähe des Stadttors von Dair Hafir abzielte. Bereits zuvor war bekannt worden, dass auch ein Zivilist bei diesem Angriff verletzt wurde.
Am Abend desselben Tages traf ein weiterer Drohnenangriff eine Patrouille der Behörde der nordostsyrischen Autonomieverwaltung für innere Sicherheit (Asayîş), wobei vier Einsatzkräfte verletzt wurden. Die QSD sprechen in einer Mitteilung von gezielten Angriffen auf die Einheiten.
Zusätzlich seien Wohngebiete in der Umgebung der Gemeinde mit Artillerie beschossen worden. Die QSD warnten, dass diese Angriffe eine direkte Gefahr für die Zivilbevölkerung darstellen und darauf abzielen, „Panik zu verbreiten und die Stabilität in der Region zu untergraben“.
Rückblick auf tödlichen Vorfall im September
Die QSD erinnerten in ihrer Stellungnahme auch an einen Vorfall am 20. September, bei dem bei Bombardements syrischer Regierungstruppen auf Dair Hafir acht Zivilpersonen getötet worden waren, darunter auch Frauen und Kinder. Die nächtliche Attacke war mit Drohnenschlägen gestartet worden und ging anschließend in Artilleriebeschuss über.
Die Demokratischen Kräfte Syriens werfen den bewaffneten Einheiten der selbsternannten Übergangsregierung in Damaskus vor, gezielt auf Unruhe und Destabilisierung in der Autonomieregion Nord- und Ostsyrien hinzuarbeiten. Man werde jedoch weiterhin die Sicherheit der Bevölkerung verteidigen, hieß es in der Mitteilung.