Neun IS-Söldner in Deir ez-Zor festgenommen

Bei einer als erfolgreich benannten Operation hat die Antiterroreinheit der Asayîş, HAT, östlich von Deir ez-Zor neun Milizionäre der Terrororganisation IS festgenommen und ein Waffenarsenal ausgehoben.

Erfolgreicher Antiterroreinsatz der HAT

Wie das Pressezentrum der Behörde für innere Sicherheit der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES), Asayîş, mitteilt, ist östlich von Deir ez-Zor eine erfolgreiche Operation gegen den selbsternannten Islamischen Staat (IS) durchgeführt worden. Die Antiterroreinheit Hêzên Anti-Teror (HAT) hat hierbei neun mutmaßliche Terroristen festgenommen und Waffen sowie Munition beschlagnahmt.


Laut der Erklärung haben Kräfte der Asayîş in Zusammenarbeit mit den HAT in den frühen Morgenstunden des 1. Oktober eine hochkarätige Sicherheitsoperation im östlichen Umland von Deir ez-Zor durchgeführt. Die Operation habe sich gegen Verstecke gefährlicher Terroristen gerichtet, die nachweislich Terroranschläge verübt haben sollen, um die Sicherheit und Stabilität der Region zu untergraben.

Waffenarsenal ausgehoben und neun Festnahmen durchgeführt

Die Antiterroroperation sei demnach „mit hoher Präzision und Professionalität“ durchgeführt worden und habe „zur Festnahme von neun Terroristen, die in diesem Gebiet operierten“, geführt. „Waffen und Ausrüstung, die sie für Anschläge vorbereitet hatten, wurden ebenfalls beschlagnahmt. Zu ihrem Arsenal gehörten Mord- und Sabotagewerkzeuge, darunter eine Panzerabwehrmine, die für bestimmte Ziele vorbereitet war, und eine scharfe Waffe, die auf die Absicht hindeutet, direkte Gewalt anzuwenden.

Darüber hinaus wurden zwei Gewehre und vier Munitionsmagazine sowie vier einsatzbereite Kommunikationsgeräte zur Koordinierung ihrer Operationen und Bewegungen beschlagnahmt“, heißt es in der Mitteilung zu den Details.

Nationale Mission gegen Terror

Das Pressezentrum setzt die gelungene Aktion in Bezug zu der Selbstverpflichtung der Asayîş, sich an der nationalen Mission zum Schutz der Sicherheit und Stabilität der Gemeinschaft zu beteiligen. Hierzu zählten insbesondere die Bemühungen, terroristische Zellen aufzuspüren und ihre Ressourcen zu kappen.

In diesem Sinne heißt es in der Erklärung abschließend: „Wir bestätigen, dass die Sicherheit dieser Gebiete und die Würde ihrer Bevölkerung unsere rote Linie sind, und wir bekräftigen, dass wir mit einer Gewalt reagieren werden, die der Gerechtigkeit unserer Sache und unserem Recht auf ein Leben in Sicherheit und Frieden angemessen ist, gegenüber jedem, der diese zerstören will.“

Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen in Deir ez-Zor

Anfang der vergangenen Woche hatte das multiethnische Militärbündnis der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) bekannt gegeben, dass zwischen dem 8. Dezember 2024 – dem faktischen Ende der Baath-Herrschaft – und dem 20. September dieses Jahres insgesamt 153 IS-Anschläge in den Gebieten der DAANES verzeichnet wurden. Diese Zahl deute auf eine verstärkte Reorganisierung der Extremistengruppe hin, so die QSD.

Mahmoud al-Hussein von der Generalkommandantur der Asayîş in Deir ez-Zor erklärte wenige Tage später, dass in der Region seit Wochen verstärkt Patrouillen durchgeführt, Grenz- und Übergangspunkte streng kontrolliert und gezielte Operationen gegen mutmaßliche IS-Zellen durchgeführt würden. Deir ez-Zor ist von den verstärkten Aktivitäten der IS-Überreste besonders betroffen.