Waffenstillstand in Suweida erneut gebrochen

Die selbsternannte syrische Übergangsregierung hat trotz einer Waffenruhe erneut die überwiegend drusisch bewohnte Provinz Suweida angegriffen. Angaben von vor Ort zufolge sind dabei fünf Menschen verletzt und eine weitere Person getötet worden.

Ein Toter und fünf Verletzte

Nördlich der Stadt Suweida hat die selbsternannte syrische Übergangsregierung unter Al-Scharaa am Dienstag zwei Drohnenangriffe durchgeführt. Vor Ort wird berichtet, dass dabei ein Zivilist getötet und fünf weitere verletzt worden sind. Die Attacken verstoßen gegen den ausgehandelten Waffenstillstand.

In der Region Suweida herrscht wegen des Bruchs der Waffenruhe seitdem erneut Angst. Drohnen der syrischen Regierungstruppen griffen mehrere Ziele in der Nähe der Stadt Eslim, nördlich der Stadt Suweida, an. Der bei dem Anschlag getötete Mann heißt lokalen Berichten zufolge Omer al-Qadi. Es heißt, der Geflügelbauer sei gezielt angegriffen worden. Auch die Identitäten der Verletzten sollen bekannt sein.

Laut Augenzeugen wurde Al-Qadi direkt von einer Drohne angegriffen, als er mit seinem Fahrzeug in der Nähe der Geflügelfarmen unterwegs war, auf denen er arbeitete. Noch vor der Ankunft im Krankenhaus sei er bereits tot gewesen.

Waffenstillstand und Verwaltungsgrenze verletzt

Unterdessen gaben Einheiten der drusischen Nationalgarde bekannt, dass Truppen der Übergangsregierung versucht hätten, die Verwaltungsgrenze zwischen Daraa und Suweida zu infiltrieren, der Versuch jedoch vereitelt worden sei. In der Erklärung hieß es, es habe Verwundete unter den Damaskus-Truppen gegeben.